Arvato Systems – Certificate Authority Services (CA-Services)
 

S/MIME

S/MIME-Grundlagen 🔗

Bei S/MIME verschlüsselt der Absender eine E-Mail mit dem Zertifikat des Empfängers.
Nur die Person mit dem zu dem Zertifikat gehörigen privaten Schlüssel kann eine solche E-Mail öffnen.
Der Absender muss dazu zunächst das passende, aktuelle Zertifikat des Empfängers beziehen.

Für den Bezug existieren verschiedene Wege. Firmenintern funktioniert der Bezug typischerweise automatisch über die Globale Adressliste (GAL).
Für externe Kontakte können Zertifikate zum Beispiel über globaltrustpoint.com bezogen werden.
Alternativ können Abender und Empfänger zunächst signierte E-Mails untereinander austauschen, um die benötigten Zertifikate daraus zu beziehen.

Voraussetzungen 🔗

Signierte E-Mails 🔗

Verschlüsselte E-Mails 🔗

Verschlüsselte E-Mails werden vom Absender mittels dem S/MIME-Zertifikat des Empfängers verschlüsselt.
Nur Personen, die im Besitz des zum Verschlüsselungszertifikat gehörigen privaten Schlüssels sind, können solche E-Mails öffnen.

Sie als Empfänger verschlüsselter E-Mails 🔗

Beispiel: Gertrude Musterfrau hat eine verschlüsselte E-Mail an max.mustermann@domain.tld geschickt.
Ihr E-Mailclient hat für die Verschlüsselung das S/MIME-Zertifikat für max.mustermann@domain.tld mit der Seriennummer 1234 verwendet.
Das persönliche S/MIME-Zertifikat für gertrude.musterfrau@domain.tld ist hierbei nicht beteiligt.
Max Mustermann hat zwischenzeitlich ein neues S/MIME-Zertifikat für max.mustermann@domain.tld mit der Seriennummer 5678 erhalten und sein vorheriges S/MIME-Zertifikat gelöscht.
Max Mustermann kann diese empfangene E-Mail nicht öffnen.
Um diese E-Mail öffnen zu können, muss Max Mustermann sein vorheriges S/MIME-Zertifikat neu installieren, ohne dies in Outlook einzubinden.

Sie als Absender verschlüsselter E-Mails 🔗

Dauerhafte, sichere Ablage von S/MIME-Zertifikaten 🔗

Bitte legen Sie unbedingt die erhaltenen Zertifikatsdateien zusammen mit dem erhaltenen Passwort dauerhaft und sicher ab.

Die so gespeichtern Zertifikate müssen bei jeder später nötigen Installation eines neuen Computers ebenfalls neu installiert werden.
Insbesondere sind S/MIME-Zertifikate, auch abgelaufene oder ungültige, niemals zu löschen.

Beispielsweise mittels KeePass:

  1. Legen Sie einen neuen Eintrag an, indem Sie auf die Schaltfläche „Eintrag hinzufügen” klicken.
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  2. In dem sich öffnenden, neuen Fenster hinterlegen Sie einen Titel für den Eintrag, am besten versehen mit dem Ausstellungsdatum des Zertifikats.
    Hinterlegen Sie die E-Mailadresse, auf die das Zertifikat ausgestellt ist als „Benutzername“.

    1. Öffnen Sie den in einer weiteren E-Mail erhaltenen Link auf das Password Link System (PWLS), mit dem Sie das zu genau dieser einen Zertifikatsdatei gehörige Passwort abrufen können.
      Klicken Sie dort auf „Passwort abholen“.
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    2. Kopieren Sie das angezeigte Passwort. Achten Sie insbesondere darauf, dass Sie das vollständige Passwort vom ersten bis zum letzten Zeichen erfassen, ohne weitere Inhalte markiert zu haben.
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  3. Hinterlegen Sie das kopierte Passwort in Keepass im Feld „Passwort“.
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  4. Wechseln Sie auf den Reiter „Erweitert”.
  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Anhängen“ und dort auf die Schaltfläche „Datei(en) anhängen...”
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  6. Schließen Sie die Anlage des neuen Eintrags ab, indem Sie die Schaltfläche „OK“ anklicken.
  7. Speichern Sie Ihren Keepass-Container.

FAQ 🔗

Verschlüsselungsprobleme

Fehlermeldung: „Beim Verschlüsseln dieser Nachricht für die aufgeführten Empfänger sind Probleme aufgetreten. Entweder ist das Zertifikat nicht vorhanden oder ungültig, oder die Verschlüsselung ist inkompatibel oder wird nicht unterstützt.“

Häufigste Ursache: Der E-Mail-Client des Absenders kann ein aktuelles Zertifikat für die E-Mailadresse des Empfängers nicht finden.

Lösung: Beziehen Sie das aktuelle Zertifikat des Empfängers entweder über z. B. globaltrustpoint.com oder vom Empfänger selbst. (s. o. Sie als Absender verschlüsselter E-Mails)

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